„Gottes Barmherzigkeit zu den Menschen zu tragen, ist eine bleibende Berufung“

 

Mit einer feierlichen Pontifikalvesper im Augsburger Dom ist am 13. November 2016 das Heilige Jahr der Barmherzigkeit im Bistum Augsburg beendet worden. Nach dem Gottesdienst zogen die Gläubigen in einer Prozession ein letztes Mal durch die Heilige Pforte, bevor sie von Bischof Konrad geschlossen wurde. Wenn dieses Jahr nun zu Ende gehe, dann sei dies Grund, Gott für diese Zeit der Barmherzigkeit und der Umkehr zu danken, richtete sich Bischof Konrad an die zahlreichen Gläubigen im Augsburger Dom. Er erinnerte zudem an die bleibende Berufung, Gottes Barmherzigkeit in die Welt und zu den Menschen zu tragen.

Deutlich wurde dies während der Vesper am Beispiel von Bildern, die Schülerinnen und Schüler des Schulwerks der Diözese Augsburg zu den 14 geistlichen und leiblichen Werken der Barmherzigkeit gestaltet hatten. Sie wurden von den Schülern während der Prozession durch die noch geöffnete Pforte nach außen getragen. Diese Bilder seien eine eindringliche Erinnerung, dass die Barmherzigkeit Auftrag und Verpflichtung zugleich sei, so Bischof Konrad. Es gehe darum, durch unser Verhalten, unser Zeugnis und unser Bekenntnis für die Menschen zu einem anderen Christus zu werden. „Die Heilige Pforte der Barmherzigkeit, die wir heute in unserer Domkirche feierlich schließen, soll uns auch weiterhin ein sinnenfälliges Vermächtnis sein, den Menschen in Wort und Tat zu verkünden, was der barmherzige Vater Großes an uns getan hat“, betonte der Bischof. Dies bedeute, aus uns herauszugehen und zu den Menschen zu gehen, auch zu denen, die von der Botschaft Jesu noch nie etwas gehört und erfahren haben, und sie in ihren alltäglichen Bedürftigkeiten und Sehnsüchten ernst zu nehmen.

pba