Diözesane Wallfahrt des Bistums Augsburg nach Rom

 

600 Augsburger Rom-Pilger erleben dichtes geistliches Programm

Nach fünf Tagen in der ewigen Stadt sind hunderte Rom-Pilger aus der Diözese Augsburg wieder in die Heimat zurückgekehrt. Zurückbleiben eindrucksvolle Begegnungen und Momente des gemeinsamen Pilgerns, das Erleben von Weltkirche bei der Generalaudienz mit Papst Franziskus und Gottesdienste mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa, unter anderem in der Peterskirche und der Basilika Sankt Paul vor den Mauern.

Gemeinsam mit Bischof Konrad versammelten sich am zweiten Tag der diözesanen Romwallfahrt zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit rund 600 Pilger aus dem Bistum Augsburg bei strahlendem Sonnenschein auf dem Petersplatz. In seiner Katechese während der Generalaudienz ging Papst Franziskus auf das Evangelium des reichen Mannes und des armen Lazarus ein und richtete anschließend einen besonderen Gruß an die Augsburger Pilgergruppe: „Ich wünsche euch einen guten Aufenthalt in Rom, der euren Glauben stärken möge. Von Herzen segne ich euch alle.“ Am Ende der Audienz überreichte Bischof Konrad dem Papst ein kunstvoll gestaltetes Ulrichskreuz. Der Papst erinnerte daran, dass vor Gott und dem Tod alle Menschen gleich seien, egal ob arm oder reich. Viele Menschen würden oft wegsehen, wenn Sie Arme oder Benachteiligte sähen. Doch „wer Arme ignoriert, der beleidigt Gott“, urteilte Franziskus.

Nach der Audienz zog es die Augsburger Pilger zu einigen Sehenswürdigkeiten der facettenreichen Stadt: Das Pantheon, die Piazza Navona und der Trevibrunnen gehörten zu den architektonischen Höhepunkten des Stadt-Spaziergangs.

Zum Abschluss des Tages feierte Bischof Konrad einen Abendgottesdienst mit den Wallfahrern in einer römischen Pfarrkirche. Der Dank für die reichen Erlebnisse des Tages fanden dabei ebenso Platz wie die Anliegen, die die Pilger zu Beginn der Wallfahrt notiert und mit auf den Weg genommen hatten.

Beim Abendessen erzählte der Bischof Interessantes von seiner Zeit in Rom in den Jahren 1977 bis 1982, von seinen Erinnerungen an die Wahl von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1978 und die ersten Begegnungen mit ihm. Auch über seine Bekanntschaft mit Kardinal Ratzinger und seine „Mühen“ im Promotionsstudium im Kirchenrecht an der Gregoriana, das damals noch in lateinischer Sprache zu absolvieren war, berichtete Bischof Konrad der Pilgergruppe.

Auch der dritte Tag der Diözesanpilgerfahrt war dicht gefüllt und hielt für die Wallfahrer große geistliche Erlebnisse bereit. Am Morgen verließen alle Gruppen die Stadt auf den Spuren des Völkerapostels Paulus, der sein Leben für Christus außerhalb der Mauern als Märtyrer hingegeben hat. In der Basilika Sankt Paul vor den Mauern zog die gesamte Gruppe mit Bischof Konrad durch die Heilige Pforte ein und feierte einen Gottesdienst unter dem beeindruckenden Christusmosaik. Im Blick auf das Tagesevangelium forderte der Bischof dazu auf, die Schöpfung bereits da zu bewahren, wo Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen habe. Familien fürsorglich zur Seite zu stehen, sie zu ermutigen und zu unterstützen sei Aufgabe jeder Pfarrgemeinde, ja jedes Christen, so Bischof Konrad. Dies sei besonders dort bedeutsam, wo das Jawort der Treue zueinander schwierig werde.

Der Besuch der beiden Papstkirchen Santa Maria Maggiore und Lateranbasilika rundeten den letzten Rom-Tag ab. Auf der Heiligen Stiege hatten die Wallfahrer die Gelegenheit, ihre Anliegen in der Betrachtung der Passion Christi zu verbinden. So ging für hunderte Augsburger Rom-Pilger diese Bistumswallfahrt viel zu schnell zu Ende, denn am Samstag hieß es schon wieder: Arrivederci Roma – Grüß Gott in Augsburg und den Heimatorten.

pba