Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit

Seit dem Jahr 2000 wird der 2. Ostersonntag (Weißer Sonntag) im Festkalender der Kirche zugleich als Sonntag der Barmherzigkeit begangen. Der Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit wurde von Papst Johannes Paul II. für die ganze katholische Kirche eingeführt. In St. Ulrich und Afra wird ab 13:30 Uhr der Barmherzigkeitssonntag gefeiert. Weihbischof Wörner hält dabei eine Katechese und Bischof Dr. Zdarsa ein Pontifikalamt. Den genauen Programmablauf können Sie diesem Plakat entnehmen:

Plakat_Barmherzigkeitssonntag (pdf / 668,40 kB)

Programm:
13.30 Uhr Rosenkranz
13.30 bis 16.00 Uhr Beichtgelegenheit – Kinderprogramm
14.15 Uhr Katechese mit Weihbischof Florian Wörner
15.00 Uhr Stunde der Göttlichen Barmherzigkeit mit Aussetzung des Allerheiligsten
16.00 Uhr Pontifikalamt mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa

 

Doch das, was an diesem besonderen Tag gefeiert und erfahren werden soll, ist viel älter und reicht zurück bis in die Anfänge unseres Glaubens.

Schon das Alte Testament rühmt Gott als „gütig und barmherzig, langmütig und von großer Erbarmung“ (Ps 103,8). Im Neuen Testament preist Maria die Barmherzigkeit Gottes in ihrem Lobgesang, dem „Magnificat“: „Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten“ (Lk 1,50). Die Tradition der Kirche findet in der Heiligen Schrift den Aufruf zu Werken der Liebe und benennt jeweils sieben leibliche und sieben geistliche „Werke der Barmherzigkeit“. Im 20. Jahrhundert ist es vor allem Papst Johannes Paul II., durch dessen Pontifikat sich die Verkündigung der Barmherzigkeit Gottes wie ein roter Faden zieht, von seiner Enzyklika „Dives in Misericordia“ (1980) über die Einführung des Festes der Göttlichen Barmherzigkeit im Jahr 2000 bis zu seinem Tod am Vorabend des Barmherzigkeitssonntages im Jahr 2005. Die Feier der Barmherzigkeit Gottes und die Einladung, sie an sich selbst zu erfahren, sind gewissermaßen das besondere Erbe und Testament dieses großen, heiligen Papstes.

Dabei geht die Initiative zur Feier des Barmherzigkeitssonntages auf eine polnische Ordensfrau zurück, Schwester Maria Faustyna Kowalska (1905 – 1938). In ihrem reichen inneren Leben erfuhr sie in besonderer Weise die Nähe Jesu, der sie lehrte, seiner Barmherzigkeit zu vertrauen und anderen von ihr zu verkündigen. Johannes Paul II. sprach sie im Jahr 1993 selig und im Jahr 2000 heilig. Eine Frucht ihrer tiefen geistlichen Erfahrung ist das Bild des „Barmherzigen Jesus“. Aus seiner geöffneten Seite entströmen rote und weiße Strahlen, die für Wasser und Blut (Joh 19, 34) und damit für die Sakramente Taufe und Eucharistie stehen. So lädt das Bild des „Barmherzigen Jesus“ letztlich dazu ein, die Barmherzigkeit Gottes in den Sakramenten zu erfahren und ihn, den barmherzigen Jesus, in den Sakramenten selbst zu empfangen.

Wichtige Texte zur Feier des Barmherzigkeitssonntags finden Sie hier:

I. Texte von Johannes Paul II. zur Einsetzung des Sonntags der göttlichen Barmherzigkeit (pdf / 291,42 kB)
II. Texte von Johannes Paul II. zum Rosenkranz der göttlichen Barmherzigkeit (pdf / 359,77 kB)
III. Botschaft der göttlichen Barmherzigkeit – eine Prophetie für unsere Zeit (pdf / 389,46 kB)
Vorschlag für die Feier des Sonntags der Göttlichen Barmherzigkeit (pdf / 371,23 kB)
Andacht von der Göttlichen Barmherzigkeit (pdf / 122 KB)
Vesper zur göttlichen Barmherzigkeit (pdf / 116 KB)