Gemma Galgani

Mystikerin

Namensdeutung: Edelstein (lat.)

Namenstage: Gemma, Emma

Gedenktag: 11. April

Lebensdaten: geboren am 12. März 1878 in Camigliano bei Lucca, gestorben am 11. April 1903 in Lucca

GemmaLebensgeschichte: Gemma Umberta Pia Galgani war das fünfte von acht Kindern eines Apothekers und vernahm mit sieben Jahren – unmittelbar vor dem Tod ihrer Mutter – zum ersten Mal eine „Stimme im Herzen“, mit der sie sich unterhalten konnte: „Willst du mir deine Mamma geben?“ Gemma ging bei den Oblatinnen des Heiligen Geistes zur Schule, wo die selige Elena Guerra ihre Lehrerin war, und erlebte ihre Erstkommunion als den intensivsten Moment ihres Lebens. Doch weitere Schicksalsschläge bestimmten ihr Leben: 1894 verstarb ihr Lieblingsbruder Gino, 1897 der Vater. Die Kinder standen vor dem Nichts.
Zudem erkranke Gemma schwer und litt Schmerzen an Nieren, Rückenmark und Kopf. Unfähig, das Bett zu verlassen und Nahrung aufzunehmen, wurde Gemma so schwach, dass man ihr an der Schwelle zum Tod die Sterbesakramente verabreichte. Da erschien ihr der heilige Gabriel von der Schmerzhaften Gottesmutter, der ihr Mut machte, und nach einer Novene zur heiligen Margareta Maria Alacoque, zu der man ihr geraten hatte und die sie gerade noch bewältigen konnte, stand sie am 2. März 1899 als geheilt auf.
Sie fand Aufnahme als Dienstmädchen bei der Familie Giannini und erkannte im Ordensgewand der Passionisten, die 1899 eine Volksmission abhielten, das des heiligen Gabriel wieder. Vor einem Passionistenpater legte sie bald privat die Gelübde der Armut, Keuschheit und des Gehorsams ab.
Am 8. Juni 1899, dem Vorabend des Herz-Jesu-Festes, fiel Gemma in Ekstase und empfing die Wundmale Jesu, die sie geheimzuhalten versuchte. Bis zu ihrem Tod traten jeden Donnerstagabend die Stigmen Christi an Händen und Füßen auf, während sie die ganze Passion Jesu innerlich miterlebte. Zuletzt krümmten sich auch drei Rippen vor ihrem Herzen nach außen, an der Stelle, wo ihre Kleidung von einer großen Hitze versengt wurde.
1902 erkrankte Gemma an Tuberkulose. Sie starb am Karsamstag des Jahres 1903 und liegt im Passionistenkloster von Lucca begraben, das auf ihre Anregung entstanden ist.

Verehrung: Gemma wurde 1940 von Papst Pius XII. heiliggesprochen und wird von den Passionisten als eine von ihnen verehrt.